Fotografie als Kunst
Die Fotografie als Kunst zu bezeichnen, war lange Zeit ein herber Streitpunkt unter Kunsthistorikern und Wissenschaftlern. Jemand der ein wunderschönes Bild zeichnen kann war ein Künstler, jemand der das gleiche Motiv in wenigen Sekunden ablichtet, war allenfalls ein Fälscher.

Die Fotografie ist heute als vollwertige Kunst akzeptiert, dies zeichnet sich vor allem daran ab, dass es zahlreiche Museen gibt und die Ausstellungen moderner Fotografien immer häufiger werden. Mit der Einführung der Digitalkamera, wurde es auch möglich, gewisse Effekte einzufügen. So gesehen wurden Motive, die schon zigmal gezeichnet oder fotografiert wurden, in ein gänzlich neues Licht gerückt.
Die Fotografie als Kunst wurde allerdings schon sehr lang betrieben. Die ersten Künstler sind um 1860 registriert worden und waren damals nicht akzeptiert in der Kunstbranche. Erst in den frühen 1920er Jahren brachte ein gewisser Alfred Stieglitz das erste Fotografiemagazin in den Handel. Das Magazin Camera Work stellt in der Geschichte der Fotografie heute den Durchbruch dar.
Die Fotografie hat sich mittlerweile so entwickelt, dass die Kunststile weiter unterteilt werden müssen. Es ist nämlich ein meilenweiter Unterschied, ob man Landschaftsaufnahmen macht oder Porträts aufnimmt. Demnach haben sich die Fotografen oder Künstler auf gewisse Themengebiete spezialisiert. Anerkannt sind heute die Akt-, Landschafts-, Industrie- und Theaterfotografie. Darüber hinaus gibt es noch weitere Genres, die aber nicht so ein breites Publikum ansprechen.
Gute Fotografien erzielen in Sammlerkreisen mittlerweile identische Werte, wie Malereien.
Die Kunst der Fotografie liegt nicht in der originalgetreuen Kopie des Originals, sondern viel mehr darin, dass gewünschte Motiv in ein gutes Licht zu rücken. Als Beispiel kann die Aktfotografie genannt werden, nicht optimale Körperproportionen können durch geeignetes Licht und gute Kamerawinkel vertuscht werden. Das gleiche gilt für historische Bauten in einer trostlosen Umgebung.
Die Fokussierung des Motivs muss bei jedem Fotograf im Vordergrund stehen. Gelingt dies, dann können solche Interpretationen des Originals durchaus viel Geld wert sein. Auf Auktionen sieht man oftmals solche Phänomene, wenn Betrachter von der Fotografie wahrlich nicht genug bekommen können. Ein einfacher Gegenstand wird plötzlich zum Objekt der Begierde. Dies schafft nur die Fotografie.